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15.09.2016
AMB 2016: Stuttgart bildet Epizentrum für Metallbearbeitung
Mit der Eröffnungspressekonferenz um 11 Uhr am 13. September 2016 fiel der mediale Startschuss zur AMB 2016. Indes strömten bereits seit dem Morgen unablässig Fachbesucher aus metallbearbeitenden Betrieben in die neun Messehallen auf dem Stuttgarter Messegelände. Ulrich Kromer, Sprecher der Geschäftsführung Messe Stuttgart: „Mehr geht nicht! Trotz gleichbleibender Fläche von 105.200 Quadratmeter Bruttofläche konnten wir mit 1.469 Unternehmen (plus acht Prozent) mehr Aussteller auf dem Gelände unterbringen. Das liegt daran, dass Gemeinschaftsstände und Sonderschauen mehr Mitaussteller angemeldet haben und wir bisher ungenutzte Flächen mit kreativen Konzepten bespielen können. Die AMB setzt damit ein deutliches Zeichen an die Wirtschaft. Der Maschinenbau strahlt ungebrochen und zielt auf einen guten konjunkturellen Jahresabschluss.“
 
Dies bestätigte Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken und fasste die Investitionslust folgendermaßen zusammen: „Bisher zeigte sie sich erstaunlich robust, insbesondere in Deutschland und Europa. Daran ändern bisher auch Brexit, Flüchtlingskrise, Unruhe in der Ukraine und politische Verwerfungen in der Türkei nichts“. Die Zahlen würden Verschiebungen in den Exportländern und Teilbranchen aufzeigen, insgesamt hätte die Produktionsprognose aus dem Frühjahr aber nach oben revidiert werden können. Mit Blick auf die AMB Iran, die von den Partnern Messe Stuttgart und VDW im Juni 2016 erstmalig veranstaltet wurde, wies Schäfer darauf hin, dass sich die Geschäfte mit dem Iran vielversprechend entwickelten und man eine gute Vorlage für die AMB Iran 2017 geschaffen habe. Das Engagement auf der AMB in Stuttgart beschrieb Schäfer folgendermaßen: „Das Interesse unserer Mitglieder an der AMB ist ungebrochen. Der VDW und die VDW Nachwuchsstiftung engagieren sich bereits seit vielen Jahren für die Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, insbesondere die Sonderschau Jugend im Foyer Eingang Ost ist ein Besuchermagnet für jugendliche Nachwuchskräfte.“
 
Markus Heseding, Geschäftsführer VDMA Verband Deutscher Anlagen- und Maschinenbau, Fachverband Präzisionswerkzeug, beschrieb die unterschiedlichen Konjunkturentwicklungen in den Teilbranchen Zerspanwerkzeuge, Spannzeuge und Werkzeugbau. Das zu Jahresanfang prognostizierte Umsatzwachstum von 4 % für die Gesamtbranche bliebe trotz eines schwächeren 1. Halbjahres bei den Zerspanwerkzeugen und Spannzeugen - wenn auch als sportliches Ziel - noch in Reichweite. Erstmalig wartet der VDMA mit einem eigenen Forum Industrie 4.0 auf dem eigenen Messestand auf. „Interessierte Fachbesucher können sich hier zentral und zielgerichtet über eine Vielzahl von technischen Lösungen informieren. Die Referenten sind allesamt hochkarätige Fachleute", fasste Heseding das neue Angebot zusammen. Über die AMB resümierte er: „Die AMB in Stuttgart ist für die Präzisionswerkzeug-Industrie eine tolle Messe mit nach wie vor steigender Bedeutung mitten in einer der wichtigsten wirtschaftlichen Regionen der Welt."
 
Messechef Kromer benannte einige Kennzahlen zur AMB 2016: „Wir zählen knapp 1.400 Maschinen und Anlagen auf dem Messegelände. Hinzu wird ein schier unermessliches Portfolio an Präzisionswerkzeugen, Mess- und Prüfwerkzeugen, Software- und Engineeringlösungen, Bauteilen und Verbrauchsmaterialien abgebildet."
 
Besondere Trends sieht Kromer vor allem in der digitalen Transformation entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vielen bekannt unter dem Begriff Industrie 4.0 sowie dem Vormarsch der Robotik in der Fertigung und Produktion. „Diesen Themen widmen sich gleich mehrere Angebote im umfangreichen Rahmenprogramm, das mit Unterstützung unserer Träger und Partner einen umfassenden Einblick in aktuelle Entwicklungen gibt“. Ungebremst sei jedoch auch die Bemühung zur Gewinnung von Nachwuchskräften und der Förderung von Fachkräften, durch die Sonderschauen, Wettbewerbe und parallel stattfindenden Veranstaltungen.
 
Direkt im Anschluss an die Pressekonferenz nutzte die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die Gelegenheit, sich auf dem offiziellen Eröffnungsrundgang von der Strahlkraft der Maschinenbauindustrie zu überzeugen. Hoffmeister-Kraut: „Mit Industrie 4.0 und Leichtbau greift die AMB 2016 zwei wichtige Innovations-Trends mit hoher Bedeutung für die mittelständisch geprägte Industrie im Land auf. Sie bieten enorme Chancen, die Produktion noch wettbewerbsfähiger und ressourceneffizienter zu gestalten". Baden-Württemberg habe das Potenzial, Vorreiter und Leitanbieter für diese neuen Produktionskonzepte zu werden: „Bei uns sind die Branchen und die hochinnovativen Unternehmen zuhause, die ‘Industrie 4.0’ Wirklichkeit werden lassen. Sie werden dabei von führenden wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen unterstützt. Mit dieser geballten Kompetenz ist unser Standort Promotor für die weitere Etablierung intelligenter Produktionsformen", so die Ministerin.
 
Ein weiterer Vertreter der Politik wird auch am Freitag, 16. September 2016, auf der AMB erwartet. Der EU-Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther Oettinger, wird am Freitag die parallel stattfindende European MINT Convention, einem Kongress für Personalentscheider und Berufseinsteiger mit begleitender Fachausstellung, mit einem Grußwort eröffnen.
 
Über die AMB
Zur AMB 2016 in Stuttgart werden vom 13. bis 17. September mehr als 90.000 Fachbesucher und über 1.400 Aussteller erwartet. Sie zeigen auf rund 105.000 Bruttoquadratmetern Innovationen und Weiterentwicklungen für spanende und abtragende Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeuge, Messtechnik und Qualitätssicherung, Roboter, Werkstück- und Werkzeughandhabungstechnik, Industrial Software & Engineering, Bauteile, Baugruppen und Zubehör. Unterstützt wird die AMB 2016 von den ideellen Trägerverbänden VDMA Fachverband Präzisionswerkzeuge, VDMA Fachverband Software und Digitalisierung sowie VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken.

 

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